Kultur-Apotheke

Aus ehemaliger Apotheke wird kleines Kulturhaus

Der Verein StadtLandKultur und das Regionentheater aus dem schwarzen Wald werden in Calw eine „Kultur-Apotheke“ eröffnen.
Die Räume am Calwer Marktplatz sollen bis zum Jahresende vielfältig genutzt werden.

FÖRDERPRGRAMM MACHT ES MÖGLICH

CALW. Große Freude bei dem in Calw beheimateten Verein StadtLandKultur e.V. (SLK) und dem Regionentheater aus dem schwarzen Wald: der gemeinsam gestellte Antrag zur Förderung eines kleinen Kulturhauses aus Mitteln des Förderprogramms „FreiRäume“ wurde vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium positiv beschieden.
Fast 40000 Euro fließen nun bis Ende dieses Jahres vom Neckar an die Nagold, um in einer ehemaligen Apotheke einen neuen Kulturort im ländlichen Raum zu schaffen. „Es ist toll, dass unser Konzept neben 18 weiteren Projekten Erfolg hatte“, freut sich Ralf Recklies, stellvertretender Vorsitzender des Vereins StadtLandKultur.
Gemeinsam mit Andreas Jendrusch, dem Intendanten des Regionentheaters, hatte er den Antrag ausgearbeitet und darf sich nun darauf freuen, am oberen Calwer Marktplatz die Räume einer ehemaligen Apotheke als kleines Kulturhaus aufzubauen.

SPEZIELLES ANGEBOT FÜR DEN LÄNDLICHEN RAUM


„Der Verein StadtLandKultur hat in den vergangenen Jahren auf vielfältige Weise bewiesen, dass es möglich ist, ein gutes Kulturangebot im ländlichen Raum auf die Beine zu stellen“, sagt Recklies. Er selbst kuratiert seit geraumer Zeit ehrenamtlich für SLK die Konzertreihe „Jazz am Schießberg“ und hat gemeinsam mit dem „Jazz am Schießberg“- Team vor zwei Jahren auch das erste große Open-air-Jazzfestival in Calw organisiert. Aber auch Bildhauer-Symposien hat der Verein bereits gemeinsam mit dem Landkreis Calw auf die Beine gestellt.

Seit zwei Jahren gibt es zudem immer wieder auch Urban-Sketching- Angebote. „Dass wir nun mit der ,Kultur-Apotheke` einen multifunktionalen Kulturort im Zentrum der Hermann-Hesse-Stadt etablieren können, das ist toll“, sagt Recklies. Zumal er mit Andreas Jendrusch einen erfahrenen Theatermacher an seiner Seite weiß. „Wir haben die Idee gemeinsam ausgearbeitet und werden nun mit viel Einsatz auch
versuchen, die zuletzt länger leerstehenden Räumlichkeiten am Calwer Marktplatz mit Leben zu erfüllen.“ Losgehen soll es möglichst am 24. März mit der offiziellen Eröffnung. Tags darauf ist eine Art Tag der offenen Tür und abends dann die erste Premiere des Regionentheaters in der Kultur-Apotheke geplant. Bei der Inszenierung „Inner Wellness“ werden insgesamt sechs Schauspielerinnen und Schauspieler zu erleben sein – mit Text und Musik.

„Ich denke, dass wir mit der Kultur-Apotheke das Kulturangebot im Nordschwarzwald deutlich bereichern können“, ist Andreas Jendrusch überzeugt. Die für das Projekt zur Verfügung stehenden Räume seien gut für ein solches Vorhaben geeignet und böten die wunderbare Möglichkeit, „Kunst und Kultur in vielfältiger Form ein neues Forum zu bieten“, sagt der Theatermacher. Für ihn ist es besonders reizvoll, ohne große Distanz zum Publikum Theater zu spielen. Dass die Nähe
zum Publikum eine ganz besondere Atmosphäre schafft, hat Jendrusch nicht zuletzt bei der seit Kurzem in Bad Teinach-Zavelstein zu sehenden szenischen Lesung „Der Krokus, die Kroküsse“ erfahren. In der Theaterstube im Zavelsteiner Städtle geht er bei der Bühnenproduktion quasi auf Tuchfühlung mit dem Publikum. „Mit dem neuen Standort in Calw können wir unser bereits etabliertes Theaterangebot
weiter ausbauen“, sagt Jendrusch, der mit dem Team von StadtLandKultur aber auch viele andere Formate organisieren will.

Was Jendrusch und Recklies besonders freut: Nach dem Ende der Coronapandemie
scheinen die Leute nun wieder große Lust auf Kunst und Kultur zu haben – als Macher und Konsumenten. „Wir erfahren von vielen Seiten Unterstützung für unser Vorhaben und viele, die bereits von dem Projekt gehört haben, können es kaum erwarten, bis es losgeht“, berichtet Ralf Recklies.

OPTIMALER STANDORT IM HERZEN CALWS

In der Kultur-Apotheke, die sich nur einen Steinwurf vom Geburtshaus Hermann Hesses und in ähnlicher Distanz zum gerade im Umbau befindlichen Hermann-Hesse-Museum befindet, soll es neben Theater insbesondere Lesungen, Vorträge, kleine rein akustische Konzerte, Poetry-Slams und Ausstellungen geben. „Wir wollen dabei möglichst immer einen gewissen Bezug zur Region Nordschwarzwald
herstellen“, erklärt Recklies. Mit vielen Künstlern, Musikern, Autoren und anderen Kunstschaffenden hat er bereits Kontakt aufgenommen, um sie für das Projekt zu gewinnen. „Und wir haben durchweg nur positive Rückmeldungen erhalten“, erklärt er und verspricht, dass trotz des regionalen Bezugs „alles andere als hinterwäldlerische Kultur in der Kultur-Apotheke zu erleben sein wird“.

„Wir legen, wie bei unseren Jazzkonzerten und anderen Angeboten, großen Wert auf die Qualität des Programms“, erklärt der stellvertretende SLK-Vorsitzende in Übereinstimmung mit Jendrusch. Und beide wissen nur zu gut, dass es eine große Herausforderung ist, ein gutes Niveau auf allen Ebenen zu bieten. „Unsere guten Kontakte zu vielen Künstlerinnen und Künstlern in den unterschiedlichsten Sparten helfen ungemein, ein Programm zu stemmen, das über die Region hinaus strahlen wird“, ist Jendrusch sicher. Vor allem die Rahmenbedingungen für die Künstlerinnen und Künstler seien dabei sehr attraktiv. So werde für kleine Klavierkonzerte ein Bechstein-Flügel zur Verfügung stehen, „der uns dankenswerterweise für die Zeit des Projektes von Matthias Körholz zur Verfügung gestellt wird“, so Recklies. Es wird
eine gute technische Ausstattung in Sachen Licht geben und durch die Nutzung von zwei Ebenen lassen sich die Räume multifunktional nutzen.

ÜBERGEORDNETER GEDANKE VON "FREI - RÄUMEN"

„Die Räume sollen übrigens nicht nur StadtLandKultur und dem Regionentheater
zur Verfügung stehen“, erklärt Recklies. „Wir wollen allen Interessierten die Möglichkeit bieten, die Kultur-Apotheke auch für Vorträge, Diskussionen und Treffen zur Verfügung stellen“, verdeutlicht er. So ist bereits angedacht, ein Leseangebot für Kinder durch Lesepaten zu machen oder durch Jugendliche für ältere Menschen,
die selbst nicht mehr lesen können. Es soll Spieltreffs geben, und auch für Workshops und Schulungen können die Räume genutzt werden. „Wir wollen vor allem erreichen, dass es möglichst wenig Leerstand gibt“, erklären die beiden Projektkoordinatoren, die vor allem bei der Nutzung der Kultur-Apotheke als Ausstellungsraum ein ambitioniertes Programm planen. „Es soll möglichst alle vier Wochen eine neue Ausstellung gezeigt werden“, erklärt Recklies.

FREIRÄUME BEDEUTE JA MINDESTENS ZWEI


Mit der Kultur-Apotheke alleine geben sich Recklies und Jendrusch aber nicht zufrieden: „Wir werden in Kürze noch eine kleine Dependance an markanter Stelle eröffnen“, verraten die beiden – ohne nähere Details zu nennen. Die Vorbereitung zur Eröffnung eines weiteren Kulturraumes laufen bereits. „Da wir dort aber auch kleine bauliche Maßnahmen erledigen müssen, wird es noch etwas dauern, bis wir
auch dort durchstarten“, so Recklies. Insbesondere Ausstellungen sollen dort künftig präsentiert werden. Und er verspricht: „Es wird sicher große Aufmerksamkeit erregen.“

UNTERSTÜTZUNG GESUCHT

Bei aller Begeisterung für das Vorhaben bereitet den Projektverantwortlichen
eine Sache noch etwas Kopfzerbrechen. Über die Fördermittel sind vor allem die Kosten abgedeckt, die für den Betrieb, die technische Ausstattung oder das Marketing und nötige Personalkosten anfallen. Das Programm selbst muss weitgehend aus anderen Mitteln getragen werden. „Da wir allen Künstlerinnen und Künstlern bei ihren Gastspielen aber faire Konditionen bieten wollen, müssen wir noch Spender und Sponsoren finden, die unser Vorhaben unterstützen“, sagt
Recklies. Durch ehrenamtliches Engagement fließe zwar insgesamt viel Man- und Womanpower ins Projekt. Hauptberufliche Künstler – die in der Kultur-Apotheke gerade nach der Corona-Pandemie eine Plattform finden sollen – brauchen aber auch eine auskömmliche Gage. „Wir versuchen natürlich, die Veranstaltungen so zu kalkulieren, dass wir ein Gros der Kosten über die Einnahmen aus Eintrittsgeldern
decken können“, erklärt Recklies. Zusätzliche Mittel wird der Verein aber trotzdem noch akquirieren müssen. „Wir sind zwar bereits mit potenziellen Unterstützern in Kontakt“, erklärt Recklies, aber es werden sicher noch weitere Unterstützer gebraucht. Dennoch ist er zuversichtlich, dass es gelingen wird, das Projekt mit vereinten Kräften erfolgreich auf den Weg zu bringen. „Das wichtigste ist, dass
wir das ganze jetzt auch schnell umsetzen, und nicht immer nur von Ideen reden“, ergänzt Jendrusch, der sich mit den Verantwortlichen von StadtLandKultur durchaus vorstellen kann, dass, wenn es gelingt, mit der ihm eigenen Begeisterung für Kunst und Kultur andere anzustecken „wir hier etwas begründen können, das über den 31.
Dezember 2023 hinaus Bestand haben wird“. Denn Kunst und Kultur, da sind sich die Macher der Kultur-Apotheke sicher, sind keine Luxusgüter, sondern „wichtige Bestandteile unseres Lebens, die in den vergangenen Jahren vielfach etwas zurückgedrängt worden waren“.

Nun sei es daher an der Zeit, gemeinsam einen Neustart zu wagen.
„Und die Betonung liegt auf dem Wort ,gemeinsam` “, verdeutlicht Recklies im Schulterschluss mit Jendrusch.
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